Hexen
Durch unsere Symbolfigur „Hexe“ gibt es überhaupt die Borkemer Faschenacht. Die Anfänge reichen zurück bis in 16. Jahrhundert. Im Archiv in Würzburg wurde 1583 erstmals die Faschenacht und das närrische Treiben in Osterburken urkundlich erwähnt.
In der Niederschrift ist nachzulesen, dass am Faschenachtsdienstag ein Hexenprozess in Osterburken, vermutlich wegen einer Frau, abgehalten wurde. Die Person, Hexe; soll an Faschenacht die Leute zu arg „achiert“ und „geutzt“ haben.
Dieses faschenachtliche Treiben wurde damals von der Geistlichkeit und der weltlichen Ordnung nicht gerne gesehen, die immer wieder versuchte das närrische Treiben durch behördliche Auflagen zu erschweren.
Es waren zu jener Zeit tatsächlich in der Hauptsache Frauen, die sich als Herren, bzw. „Herrle & Frääle“ und als Hexen verkleideten, um von Wirtschaft zu Wirtschaft zu ziehen und den Herren die Meinung zu sagen und Verfehlungen anzuprangern.
Die Hexen sind Symbolfiguren der Borkemer Faschenacht und sind aus dem Verein nicht mehr wegzudenken.
Seit der Einführung der neuen Hexenkostüme am 11.11 2005 steigt die Anzahl der Borkemer Hexen stetig an. Die Mitgliederzahl bei den Hexen beträgt zurzeit 30 Personen.
Die im Jahr 2009 erstmals ausgestellten Wüschele und Hexen Puppen in den Borkemer Fachgeschäften gehen auf die Initiative der Hexengruppe zurück. Alle Kostüme der Hexengruppe werden in eigener Regie geschneidert und angepasst.
Unter der Führung der beiden Oberhexen Christa Holzner und Heidrun Schmitt bereichert unsere Gruppierung auch den Weihnachtsmarkt Osterburken mit selbst gebastelten Faschenachtsfiguren aus der Borkemer Faschenacht.
